Hausaufgaben – leicht gemacht!

Do´s and don´ts

Hier kannst du dir diesen Text anhören!

Wenn Hausaufgaben-Routine aus lustlosem Hin-und-Herschieben von Heften besteht – mit Mutti im Nacken! – dann ist es vielleicht Zeit für neue Gewohnheiten.

Mach deine Hausaufgaben immer am selben Ort.

… und sorge dafür, dass du es dort schön hast und du absolut ungestört bist.

A wie Alles muss raus: Räume deinen Schreibtisch komplett leer und putze ihn gründlich. Sortiere alle Gegenstände aus, die nichts mit deiner Schreibtischarbeit zu tun haben oder nicht mehr funktionieren.

B wie Bestandsaufnahme: Wenn deine Schreibtischunterlage hier bereits seit Einschulung liegt, ist es kein Wunder, wenn du als Siebtklässler lustlos über deinem Schreibtisch hängst … Besorg dir eine coolere oder lass sie ganz weg. In deine Stiftebox kommen ausschließlich einige wenige Stifte, die noch schreiben und auch wirklich gebraucht werden. Alle anderen überflüssigen (Nein, du brauchst keine 12 Kugelschreiber!) fliegen raus oder landen in einer Schublade. Dasselbe gilt für Notizbücher, Ordner und andere Arbeitsmaterialien: Nur was wirklich benutzt wird, verdient einen festen Platz auf deinem Schreibtisch.

C wie Clever ablegen: Alles, was du regelmäßig benutzt, sollte in Reichweite sein. Also lagere wichtige Schreibtischutensilien in der obersten Schublade, Unwichtiges kommt nach unten. Auch ein Vorrat an Heften, Radiergummis und Tintenpatronen in deiner Schreibtischschublade gibt dir das gute Gefühl: Du hast alles im Griff!

Leg den richtigen Zeitpunkt fest.

Jeder Mensch lernt anders. Egal, ob du es nach der Schule möglichst schnell hinter dich bringen willst, oder erst eine Verschnaufpause brauchst: Hauptsache, du legst überhaupt einen Zeitrahmen für dich fest. Sonst eierst du womöglich den ganzen Nachmittag lust- und ziellos herum und hast dann kaum noch Zeit für etwas Nettes … Auf keinen Fall solltest du bis abends warten, denn gegen Abend sinken Konzentration und auch Motivation ab und alles fällt dir doppelt so schwer. Vor dem Schlafengehen noch einmal schnell die Vokabeln zu wiederholen, ist dagegen eine sinnvolle Methode.

Entwickle eine sinnvolle Strategie.

Fängst du lieber mit der schwierigsten Aufgabe an, um es schnell hinter dich zu bringen, oder wärmst du dich lieber erst einmal mit der leichtesten auf? Achte mal darauf, mit welcher Strategie du am besten ins Tun kommst und mach sie zur festen Gewohnheit. Hake im Hausaufgabenheft ab, wenn du etwas erledigt hast – das motiviert ungemein. Wenn es dir schwerfällt, überhaupt anzufangen, reicht schon eine kleine Aufgabe wie das Einholen einer Unterschrift von deinen Eltern, um motivierter weiterzumachen, weil du immerhin schon eine Sache abgehakt hast.

Mach mal Pause.

Wenn dir nach 15 Minuten grundsätzlich die Puste ausgeht und du dich nicht mehr konzentrieren kannst, ist das überhaupt nicht schlimm. Selbst Erwachsenen wird geraten, am Schreibtisch alle 25 Minuten eine 5-Minuten-Pause einzulegen und kurz etwas GANZ anderes zu machen. (Handy checken gilt übrigens nicht: Das stresst zusätzlich!) Bau also kleine Pausen in deine Hausaufgabenzeit ein, in denen du kurz aufstehst, frische Luft schnappst, ein Glas Wasser trinkst oder mit dem Hund spielst. Wichtig ist, dass du nicht länger als 5 Minuten vom Schreibtisch verschwindest. Sonst erlischt der Pauseneffekt wieder und du benötigst zu lange, um wieder ins konzentrierte Lernen einzusteigen.

DON´Ts

Ablenkungen

Egal, wie unordentlich dein Zimmer sonst ist: Dein Arbeitsplatz sollte frei sein von Ablenkungen. Hand aufs Herz: Was ist es, was dich am ehesten ablenkt? Nur, wenn du das wegpackst, kannst du bei Hausaufgaben wirklich Zeit sparen. Idealerweise ist dein Schreibtisch optisch so von deinem Freizeitbereich abgetrennt, dass Ablenkung keine Chance hat.

Handy

So schwer es dir auch fällt: Du wirst definitiv schneller und besser mit den Hausaufgaben fertig, wenn du dein Handy bis zum Schluss im Nachbarzimmer parkst. Probiere es unbedingt einmal aus, dein Handy für diesen festgelegten Zeitrahmen komplett zu ignorieren. Anschließend macht das Checken dann doppelt so viel Spaß!

Mami

Auch wenn es bei Mutti in der Küche noch so schön muggelig ist: Sinn von Hausaufgaben ist es, dass du lernst, selbstständig an etwas zu tüfteln und zu üben. Schließlich sitzt Mami bei der nächsten Klassenarbeit auch nicht neben dir. Übe, deinen Denkapparat einzuschalten, bevor du um Hilfe schreist. Nur so nutzt du Hausaufgabenzeit perfekt zum „Lernen lernen“ und kannst auf die Dauer umso schneller raus zum Spielen.

Vielleicht bist du jetzt noch immer ein Hausaufgaben-Hasser … Doch tröste dich: Tägliches Tüfteln und Durchziehen einer (wenn auch unerwünschten) Aufgabe trainiert dein Hirn und verschafft dir Erfolgserlebnisse, die dir zeigen:

„Wenn ich einen guten Plan habe und den auch einhalte, kann ich ganz schön viel alleine schaffen!“

Von Lydia Clahes, abgedruckt in Ausgabe 49 im Magazin BENEFIT.

Hier passt außerdem die Podcastfolge: „Hausaufgaben? – Vergessen!“